Veganer Braten aus Seitan

Veganer Braten aus Seitan

Vegan zu essen, bedeutet nicht auf Traditionen zu verzichten. Eine dieser schönen Traditionen ist, dass es in der kälteren Jahreszeit, z.B. zu Weihnachten, einen Braten gibt. Ich stelle euch deshalb heute eine Rezept vor, mit dem ein wirklich leckerer veganer Braten einfach zubereitet werden kann.

Veganer Braten, auch für festliche Anlässe geeignet

Als Fleischersatz habe ich auch diesmal Seitan gewählt, das sich die fleischähnliche Konsistenz zur einen veganisierten Braten anbietet. Dieses Rezept ist im übrigen, wie meine anderen veganen Gerichte, auch etwas für Nicht-Veganer, die gern einmal auf Fleisch, aber nicht auf gutes Essen verzichten möchten.


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Zeitaufwand und Rezeptinfos

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 2 Stunden 45 Minuten
Arbeitszeit: 3 Stunden
Ernährung :Vegane Küche
Gericht :Aufschnitt & Aufstriche, Fleischersatz
Schwierigkeit :einfach
Kosten :bis 5 €
Zeitaufwand :zeitaufwändig
Eigenschaften :laktosefrei

Unser Video zum Rezept

Die Im Video verwendete Musik ist von Kevin Mac Leod Intro: Heartwarming Titel: Laid Back Guitars Lizenz: Royalty free music Website: www.incompetech.com

Zutaten

  • 150 gr Glutenmehl
  • 2 EL Hefeflocken, gehäuft
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1/4-1/2 TL Ingwer, gemahlen
  • 200 ml Vegane Brühe
  • Sojasoße, süß, für die Farbe
  • 2 Liter Wasser
  • 2 TL Salz

Portionen:2Personen

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So wird´s gemacht

  • Zuerst müsst Ihr das Glutenmehl sieben. Nun mischt Ihr alle trockenen Zutaten mit einem Schneebesen unter das Glutenmehl. Dann vermischt die Brühe mit etwas süßer Sojasoße. Es sollte eine schöne dunkle Farbe ergeben. Diese Mischung nach und nach in das Glutenmehl mischen. Der Seitan muss so trocken wie möglich sein. Wenn der Seitan die richtige Konsistenz hat rollt ihn wenig auf der Arbeitsplatte, bis er die gewünschte Form hat. Wie das aussehen sollte, könnt ihr in meinem Video sehen.
  • Nun gebt Ihr den Seitan in kaltes, leicht gesalzenes, Wasser, welches ihr mit süßer Sojasoße vermischt habt. Das Wasser sollte schön dunkel sein. Wenn das Wasser anfängt zu kochen den Herd ausmachen, den Deckel auf den Topf geben und mindestens 2 Stunden verschlossen lassen. Ihr könnte den Topf auch über Nacht stehen lassen. Wenn ihr den Seitan aus dem Topf holt, tupft ihn ein wenig ab damit er nicht so nass ist.
  • Als nächstes gebt ihr den Seitan in heißes Öl. Wenn ihr ihn gut abgetupft habt sollte es keine Spritzer geben. Wendet den Seitan immer wieder im Öl und sorgt so dafür, dass er eine gleichmäßige Färbung bekommt. Wenn er dann die gewünschte Farbe erreicht hat, nehmt ihn aus der Pfanne, lasst ihn etwas abkühlen und schneidet ihn dann in Scheiben.

Tipps und Tricks

Wie herkömmlicher Braten eignet sich auch dieser hervorragend dazu, ihn abends oder am nächsten Tag, dünn geschnitten mit etwas leckerer Soße auf Brot zu essen.
Habt ihr dieses Rezept schon ausprobiert?Markiert uns @mehralsrohkost oder tagged #mehralsrohkost

18 Antworten

  1. Helga Wahl sagt:

    Hallo, erst einmal vielen, vielen Dank für die super leckeren Rezepte. Bin auf der suche nach Rolladen.
    Gibt es da eventl. auch ein Rezept:Ganz liebe Grüsse Helga

    • Nicole sagt:

      Hallo Helga,
      vielen Dank für das Lob. 🙂 Da ich nicht so verrückt nach Rouladen bin habe ich kein Rezept. Allerdings habe ich eine ungefähre Idee, wie ich leckere vegane Rouladen machen könnte. Ich schreibe die Rouladen auf meine Rezepte Liste und probiere meine Idee aus. Wenn es gelingt, werde ich das Rezept mit Video veröffentlichen.
      Liebe Grüße
      Nicole

  2. Anonym sagt:

    Im Rezeptbuch „Einfach Vegan“ von Roland Rauter ist ein sehr schönes Rouladenrezept drin. Es heißt „Sojaroulade mit jungen Karotten und Bohnencreme“.

  3. angelika sagt:

    Hallo,
    das ist ja wohl der leckerste, und dabei noch einfachste , vegane Braten aller Zeiten.
    Ganz lieben Dank dafür
    Angelika

  4. Verena sagt:

    Ich hab mal ne Frage, bevor ich das hier ausprobiere…
    Habe noch nicht allzu viel Erfahrung mit Seitan. Allerdings habe ich schon mal versucht, die Mischung ins kalte Wasser zu legen und dann zu kochen und dabei hat sich der „Braten“ quasi aufgelöst.
    Was habe ich falsch gemacht?

    • Nicole sagt:

      Hallo Verena,
      bitte sage mir, was in deiner Mischung war, damit ich dir eine gute Antwort geben kann.
      Liebe Grüße
      Nicole

      • Verena sagt:

        Hallo Nicole,
        ich kann mich leider nicht mehr so genau erinnern, aber ich denke, es war Glutenmehl, verschiedene Geüwrze (Curry, Paprika, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver), Brühe, Wasser und Sojasauce.
        Allerdings habe ich ihn nicht so trocken gemacht, wie du das beschreibst.

        Dein Rezept hier habe ich übrigens gestern ausprobiert. Habe aber den Seitan in einem Gefrierbeutel gekocht, damit es mir eben nicht passiert, dass er sich auflöst. War auch sehr lecker 😉

  5. Sarah sagt:

    Vielen Dank für das Rezept!
    Bei meinem letzten Versuch etwas mit Seitan zu machen, wurde irgendwie alles gummiartig (Ich habe den Seitan selbst hergestellt).
    Wird der Braten auch schön zart, oder ist die Konsistenz auch eher zäh?
    Liebe Grüße

  6. Andi sagt:

    Hallo Nicole,
    vielen Dank für das Rezeptvideo! 😀
    Es kann sein, dass ich die Frage hier so ähnlich schon mal gestellt habe, aber nicht mehr wiederfinde. Deshalb noch einmal. Bei mir wird der Seiten (wenn ich ein grösseres Stück auf einmal mache, wie z.B. so einen Braten) immer schwamm-artig und er schmeckt dann auch nach Brot. Ich habe ihn allerdings bisher noch nicht nach Deiner Art zubereitet.
    Aber auch sowohl im Kochtopf, als auch im Backofen und eingewickelt. Auch die Zutaten haben sich von denen in Deinem Rezept nicht unterschieden.
    Was kann der Grund für die schwammige Konsistenz mit Brotgschmack von meinem Seitan sein?
    Ich möchte einfach möglichst keine Fehler mehr machen und dann soviel wegwerfen müssen.
    Dann wollte ich noch fragen, wie man es hinbekommen kann dass Seitanfrikadellen (die gelingen bei mir komischerweise) und auch TVP-Soja-„Fleisch“ nach dem Abkühlen nicht so hart werden. Kennst Du einen Trick?

    Liebe Grüsse und nochmals tausend Dank für die tollen Videos….. 😀

    Andrea

    • Nicole sagt:

      Hallo Andrea,
      ich freue mich, dass dir mein Video gefällt! 🙂
      Ein größeres Stück Seitan wird nur schwammig, wenn du es sprudelnd kochst. Wenn du meine Zubereitungsmethode für den Veganen Braten ausprobierst, wirst du sehen, dass der Braten schön bissfest wird.
      Den „leichten“ Brotgeschmack verliert der Seitan erst, wenn er weiterverarbeitet wird (braten, backen, grillen).
      Deine Seitan-/Tofufrikadellen werden nicht hart nach dem Abkühlen, wenn du etwas Paniermehl mit in die Masse gibst. Falls du mein Rezept noch nicht ausprobiert hast die Veganen Seitan Frikadellen schmecken auch kalt sehr gut und sind nicht hart.
      Auch die Veganen Kidneybohnen Frikadellen schmecken kalt sehr gut.
      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
      Liebe Grüße
      Nicole

  7. Andrea sagt:

    Hallo, Nicole!
    Habe heute Deinen Braten nachgemacht. Einfach klasse! Der schmeckt wie das Original. Meine Mutter – die absolut kein Seitan-Fan ist, hat den Unterschied zum Original-Braten nicht bemerkt. Wir haben den Braten noch warm getestet und danach habe ich ihn in dünne Scheiben geschnitten, da mein eigentliches Ziel eh war, ihn als Bratenaufschnitt zu verwenden. Morgen zum Frühstück teste ich dann mal, wie er kalt mit Senf oder Remoulade schmeckt. Das Rezept ist Dir echt toll gelungen. Als Sonntagsbraten noch eine Fake-Bratensauce dazu, Kartoffeln/Nudeln und/oder Gemüseund das Gericht ist absolut Nicht-Veganer tauglich. Mache ich jetz wohl öfter mal… ;o)

    • Nicole sagt:

      Hallo Andrea,
      ich freue mich, dass dir und deiner Mutter der Braten so gut geschmeckt hat. Vielen Dank fürs Nachkochen! 🙂
      Hat er dir als Aufschnitt auch geschmeckt?
      Als Bratensoße empfehle ich dir meine Vegane dunkle Bratensoße. Die schmeckt sehr gut zum veganen Braten aus Seitan und auch zu Kartoffeln.
      Liebe Grüße
      Nicole

      • Andrea sagt:

        Hallo, Nicole!
        Ja, der Braten war auch ganz prima als Aufschnitt! Vegane Wurst liegt bei mir immer ewig im Kühlschrank und somit dann letztendlich meist in der Mülltonne, auch die selbst „gebastelte“. Die schmeckt zwar oft recht gut, aber sooooo viel Wurst mit einem Mal isst bei uns dann auch keiner. Der Braten ist gerade so, dass er in ein paar Tagen aufgegessen ist. Meine kleine Tochter (6 Jahre) hat heute den letzten Rest verputzt. Deine Bratensauce werde ich demnächst auch mal testen. Derzeit haben wir öfter mal die Bratensauce von Peter (dieumsteiger.de) gemacht. Aber ich bin eh noch nicht so ganz vegan, sondern immer noch teilweise vegetarisch. Daher bin ich immer gerne bereit wieder was anderes zu probieren… Meine Tochter findet das immer klasse, wenn sie als erste probieren darf und es dann auch noch alles vegan ist! ;o) Werde bald Deine Overnight Oats testen. Freue mich schon darauf. Wir wünschen Dir und Deiner Familie eine sonnige Woche!

  8. Tine sagt:

    Hallo Nicole,
    habe den Braten wie im Rezept beschrieben hergestellt. Nur bei den Gewürzen habe ich etwas variiert und ich habe noch 2 EL Semmelbrösel reingetan. Frisch war er sehr lecker, nur mir leider nicht fest genug und nicht „fleischig“ genug. Und am nächsten Tag aufgewärmt war er noch weicher und gummi-artiger. Was kann ich ändern?
    LG Tine
    P.S. Die dunkle Bratensoße war aber grandios, obwohl ich auch hier mit Orangensaft, Weißwein und Gewürzen variiert habe.

    • Nicole sagt:

      Hallo Tine,
      bitte lass das nächste Mal die Semmelbrösel weg, dann ist der Braten schön fest.
      Der Braten muss braun und von allen Seiten angebraten werden, damit er fleischähnlicher wird und nicht mehr so „gummi-artig“ ist.
      Liebe Grüße
      Nicole

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