Shan-Tofu – Kichererbsen Tofu

Shan-Tofu

Heute habe ich eine weitere Bereicherung des veganen und vegetarischen Speiseplans für euch. Es handelt sich um einen Tofu, der nicht aus Soja, sondern aus Besan, einem Mehl aus Kichererbsen, hergestellt wird. Er stammt aus dem Shan Staat, der sich im Osten Myanmars befindet. Die Shan, ein Thai Volk, bereiten den Shan-Tofu ähnlich zu wie die italienische Polenta. Der Shan-Tofu, der auch burmesischer Tofu oder gelber Tofu genannt wird, lässt sich sehr vielfältig verwenden, beispielsweise auf Salaten, in Suppen oder als gebratenes Fingerfood.

Shan-Tofu als Alternative zu Soja

Damit ist er eine echte Alternative zu Tofu aus Soja, was diejenigen von euch, die Soja nicht mögen oder vertragen, freuen dürfte. Aber auch alle anderen sollten den Shan-Tofu auf jeden Fall mal probieren, er schmeckt nämlich auch richtig gut.


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Zeitaufwand und Rezeptinfos

Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 5 Minuten
Arbeitszeit: 7 Minuten
Ernährung :Vegane Küche
Gericht :Basics, Eiersatz, Fleischersatz, Käseersatz
Schwierigkeit :einfach
Kosten :bis 5 €
Zeitaufwand :schnell zubereitet
Eigenschaften :glutenfrei, laktosefrei, low-carb, sojafrei

Unser Video zum Rezept

Die Im Video verwendete Musik ist von Kevin Mac Leod Intro: Heartwarming Titel: Riptide Lizenz: Royalty free music Website: www.incompetech.com

Zutaten

  • 70 gr Kichererbsenmehl, Besan
  • 1/2 TL Salz
  • Kurkuma, optional
  • 300 ml Wasser
  • 1/2 EL Öl

Portionen:350Gramm

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So wird´s gemacht

  • Zuerst vermischt ihr das Kichererbsenmehl, das Salz und das Kurkuma kräftig in einem Mixbecher (siehe Tipps), damit sich alle Klümpchen lösen. Dann fügt ihr das Wasser und das Öl hinzu und mixt alles kräftig durch. Nun gebt ihr die Mischung in eine Pfanne und kocht diese ca. 5 Minuten unter ständigem rühren (siehe Tipps). Die Masse ist gar, wenn sie leicht glasig aussieht. Wenn ihr euch unsicher seit probiert einfach am Anfang eine ganz kleine Menge und merkt euch wie es schmeckt. Wenn das Kichererbsenmehl gar ist, hat es sich im Geschmack stark verändert.
  • Jetzt brauch ihr eure Tofumasse nur noch in eine Form eurer Wahl füllen. Entweder mit dem Spatel glatt streichen oder etwas Frischhaltefolie drüber geben und in die Form drücken. Die Folie könnt ihr hinterher verwenden um euren Tofu aufzubewahren. Der Tofu braucht ca. 30 Minuten im Kühlschrank um abzukühlen. Danach ist er bereit um weiter verarbeitet zu werden.
  • Im Video seht ihr z.B. wie ich es auf einen Salat schneide, wie Eistich in eine Suppe gebe oder es in der Pfanne zu leckerem Fingerfood brate.

Tipps und Tricks

Am besten eignet sich ein Mixbecher mit einer Mixkugel (die Kugel könnt ihr z. B. online kaufen) oder einer, der oben eine Spirale hat (diesen könnt ihr z. B. in der Apotheke kaufen).
Zum Rühren wird traditionell ein Holzlöffel verwendet. Ich finde allerdings einen hitzebeständigen Silikonspatel um ein vieles praktischer, da ich damit die Masse nach dem Rühren restlos aus der Pfanne bekomme.
Habt ihr dieses Rezept schon ausprobiert?Markiert uns @mehralsrohkost oder tagged #mehralsrohkost

37 Antworten

  1. Marten sagt:

    Das sieht ja klasse aus! Ist es geschmacklich denn ähnlich wie Tofu?

    • Nicole sagt:

      Hallo Marten,
      der Shan-Tofu schmeckt anders als Soja-Tofu. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben. Je nachdem wie du ihn weiterverarbeitest verändert sich der Geschmack. Generell wird Kichererbsen aber ein „ei-ähnlicher“ Geschmack nachgesagt.
      Liebe Grüße
      Nicole

  2. Karenina sagt:

    Ich hab den Tofu ausprobiert und es hat super und problemlos geklappt. Da er ja leicht nach Ei schmeckt,wollte ich anschließend damit „Rührei“ machen. Dabei ist er leider total breiig geworden. Trotz Öl in der Pfanne. Wie bekommt man ihn den knusprig hin?

    • Nicole sagt:

      Klasse, dass dir der Tofu so gut gelungen ist! 🙂 Dieses Mischungsverhältnis ist nicht dazu geeignet Rührei zu machen. Ich habe Rührei auf meine Rezepteliste geschrieben damit ich nicht vergesse ein Video dazu zu machen.
      Liebe Grüße
      Nicole

  3. Energie Bündel sagt:

    Einfach ein tolles Rezept! Heute probiert, super gelungen u. echt lecker geschmeckt 😉 Da geht noch mehr u. man kann mit den Zutaten noch spielen. Werde ihn demnächst mit Knoblauchöl u. Kräutern ansetzen. Kommt bestimmt gut^^ Vielen Dank Nocole, für das tolle Rezept 😉

    • Nicole sagt:

      Hallo Energie Bündel,
      vielen Dank für dein Lob, ich habe mich sehr darüber gefreut! 🙂 Ich habe gerade eben auch wieder ganz frischen Shan-Tofu gemacht. Wahrscheinlich werde ich morgen die Hälfte davon marinieren. Ich bin mal gespannt, wie es schmeckt!
      Liebe Grüße
      Nicole

  4. Imelda sagt:

    Hallo,
    ist gleich auf Anhieb gelungen. Super Ersatz für Eierstich usw., werde es ins Standardprogramm aufnehmen.
    Schöne Grüße
    Imelda

    • Nicole sagt:

      Hallo Imelda,
      schön, dass dir der der Shan-Tofu auf Anhieb gelungen ist. 🙂 Wenn du ihn als Eiestich Ersatz verwendest bitte erst hinterher hinzu geben und nicht mehr mitkochen, da er sonst auseinander fällt.
      Liebe Grüße
      Nicole

  5. fabse sagt:

    Hi, das Rezept klingt sehr interessant, muss ich auf jedenfall probieren! 😉
    Mir stellt sich nur die Frage, wielange/wie ich das Aufbewahren kann? Das Rezept ist zwar schnell gemacht, aber das für ein/zwei Tage vorzubereiten und dann aufzubewahren wäre schon praktischer 😉
    Reicht es dafür aus, den Tofu mit Folie zu bedecken und zu kühlen?

    • Nicole sagt:

      Hallo,
      schön, dass dir mein Rezept so gut gefällt und du es ausprobieren möchtest! 🙂
      Der Tofu hält ca. drei Tage im Kühlschrank. Du kannst den Tofu in eine Dose mit Deckel geben oder einfach in Folie wickeln.
      Liebe Grüße
      Nicole

  6. Babett sagt:

    Hallo Nicole,
    das ist ja ein geniales Rezept! Ich will das dieses Wochenende unbedingt probieren.
    Ich war in meinen Bioladen, dort gibt es nur eine Sorte Kichererbsenmehl – welches recht grob gemahlen aussieht. Wir haben zuhause eine Getreidemühle, könnte ich mit dieser evtl. trockene Kichererbsen selbst mahlen?
    Sonnige Grüße
    Babett

    • Nicole sagt:

      Hallo Babett,
      ich freue mich, dass du den Shan-Tofu ausprobieren möchtest! 🙂
      Da ich keine Getreidemühle habe, kann ich dir leider nicht sagen, ob du mit dieser die Kichererbsen feiner vermahlen bekommst als das im Bioladen angebotene Mehl.
      Falls du es ausprobierst und es gut funktioniert, lass es mich bitte wissen. Ich spiele schon seit längeren mit dem Gedanken mir eine Getreidemühle anzuschaffen und würde mich über diese Information sehr freuen.
      Liebe Grüße
      Nicole

      • Babett sagt:

        Hallo Nicole,
        nach ein paar Negativberichten in Foren bin ich davon abgekommen. Es gibt wohl Menschen bei denen es mit der Getreidemühle klappt –
        habe aber auch einen Foreneintrag gefunden, in dem von einem heißlaufenden Thermomix die Rede war, sowie weitere Forenbeiträge, die davon abraten.
        Ich habe dann doch lieber das Mehl gekauft –
        und herrlichen Shan-Tofu gerührt! Vielen Dank für das Rezept!
        LG
        Babett

        • Nicole sagt:

          Hallo Babett,
          vielen Dank für dein Feedback! 🙂 Ich freue mich, dass der Shan-Tofu mit dem Mehl doch noch geklappt hat. Hat er dir geschmeckt?
          Liebe Grüße
          Nicole

          • Babett sagt:

            Hi Nicole,
            ja der Shan-Tofu hat sehr gut geschmeckt. Inzwischen habe ich auch das „Rührei“ mit Kichererbsenmehl probiert – lecker! Kam auch gut bei meinem Freund an, der manchmal schnäubisch ist 🙂
            VG
            Babett

          • Nicole sagt:

            Hallo Babett,
            das freut mich! 🙂
            Liebe Grüße
            Nicole

  7. Brigitte Schneider sagt:

    Super!

  8. Peter sagt:

    Ich habe dieses Rezept ausprobiert und bin wirklich begeistert. Ich finde, es schmeckt sogar ein wenig besser als Tofu. Lecker! Gibt es Erfahrungswerte, wie lange der Kichererbsentofu im Kühlschrasnk haltbar ist? Ich würde dann gerne etwas mehr auf Vorrat machen.

    Lieben Gruss und danke für diese tolle Seite!

    Peter

    • Nicole sagt:

      Hallo Peter,
      vielen Dank, dass du mein Rezept ausprobiert hast. Es freut mich, dass dich der Shan-Tofu so begeistert! 🙂
      Der Tofu hält im Kühlschrank ca. 3 Tage.
      Liebe Grüße
      Nicole

  9. Nicola sagt:

    Huhu,

    kann man damit alles machen, was man auch mit Tofu machen kann? Also z.B. wursten, räuchern, etc.?

    Kochen darf man ihn aber nicht? Und braten?

    • Nicole sagt:

      Hallo Nicola,
      wie du im Video sehen kannst, kann man den Kichererbsen Tofu roh verzehren, braten oder als Suppeneinlage verwenden. Mitkochen kannst du ihn nicht, da er sonst zerfällt. Du kannst ihn aber nach dem Kochen hinzu geben.
      Liebe Grüße
      Nicole

      • Nicola sagt:

        Danke!

        Das hab ich dann auch gesehen. Sorry, war zuerst nicht dazu gekommen, das Video anzuschauen.

        Aber kann ich damit auch andere Tofu-Produkte nachahmen, z.B. ihn weiter zu Wurst verarbeiten oder räuchern?

        • Nicole sagt:

          Soweit ich weiß, kannst du mit Shan-Tofu keine Wurst oder ähnliches nachahmen. Falls du es trotzdem versuchst, lass mich wissen, ob es geklappt hat! 🙂

          • Nicola sagt:

            Mach ich gerne.

            Ich will schon so lange mal Wurst machen, aber bisher hat mich immer davon abgehalten, dass man für alle Rezepte, die ich kenne, Tofu braucht.

            Aber wenn ich es mal mit dem Kichererbsenzeug versuche, sag ich dir natürlich Bescheid! 😉

          • Nicole sagt:

            Ich habe ein Rezept für veganen Aufschnitt, der ist ohne Tofu nur aus Seitan. Vielleicht möchtest du diesen ja auch mal ausprobieren.

          • Nicola sagt:

            Ja, gerne! Danke!

            Ich hab zufällig heute Kunstdarm bestellt. Vielleicht kann ich meine Lieben ja dann mal mit einer Fleischwurst beglücken… 🙂

  10. Nicola sagt:

    Ach so, kann ich das auch im Thermomix machen?

    Wie leicht kriegt man das da raus? Ich hab den TM21, also den Mixtopf, wo man echt schwer was raus bekommt, was nicht freiwillig springt.

  11. Nicola sagt:

    Und noch eine Frage… sorry… *schäm*

    Da kann man doch bestimmt auch schon Gewürze mit rein packen, oder? Oder lieber erst hinterher?

  12. SCHNITTE sagt:

    Hallo 🙂
    Ich habe euer Rezept gestern ausprobiert und muss sagen, geschmacklich mag ich den Kichererbsentofu sogar lieber als den Soja-Tofu.
    Ich habe anstelle des normalen Salzes 1/2 TL Kräutersalz und 1/2 TL Kala Namak und zusätzlich noch 1/2 TL Kurkuma verwendet. Das hat wirklich super geschmeckt!
    Einzig die Konsistenz nach dem Erkalten fand ich ein bisschen zu wenig fest. Beim Anbraten zerfällt der Tofu bei mir leider (evtl. zu sparsam mit dem Öl oder ein anderes Kichererbsenmehl…)
    Ich werde nächstes mal weniger Wasser verwenden, vielleicht wird die Masse dann etwas fester.
    Vielen Dank auf jeden Fall für diese tolle Tofu-Alternative, ich bin echt begeistert!

    • Nicole sagt:

      Hallo,
      vielen Dank, dass du das Rezept ausprobiert hast! 🙂
      Ich freue mich, dass dir der Shan-Tofu so gut geschmeckt hat. Wenn du dich an meine Mengenangaben gehalten hast und der Tofu trotzdem nicht richtig fest geworden ist, kann es auch daran liegen, dass er nicht lange genug gekocht hat.
      Liebe Grüße
      Nicole

  13. Robert sagt:

    Ich bin auch totaler „Fan“ von Kichererbsen – Hummus, Falafel, aus dem Backofen etc..

    Allerdings mache ich immer alles von Grund auf selber – daher meine Frage: Kichererbsenmehl ist ja nichts anderes als gemahlene Kichererbse. Da dieses für den Tofu mit Wasser vermischt wird, stellt sich mir die Frage, ob man nicht auch aus eingeweichten Kichererbsen Tofu herstellen kann. Hat dies hier schon jemand ausprobiert?

    • Jonas sagt:

      Also ich hab bisher weder das eine, noch das andere ausprobiert, aber deinem Vorschlag nach müsste man dann ja auch Brot aus eingeweichten, zerdrückten Weizenkörnern backen können. Mehl im allgemeinen oxidiert ja bei der Reifung/Trocknung. Dieser Prozess wird dann wohl (Achtung, jetzt wird’s sehr wissenschaftlich) „irgendwie“ Auswirkungen auf die spätere Vermischung mit Wasser haben, so dass es nach der Erhitzung eine andere Bindung einnimmt.

    • Andrea sagt:

      Ja das geht. So wird er auch m Ursprungsland gemacht. Die eingeweichten Kichererbsen werden gemahlen, durch ein Tuch gesiebt und dann in mehr Wasser gekocht. Die Mengen erkennt man leider nicht in den YouTube Videos.

  14. Kathrin sagt:

    Hallo Nicole,
    Dein Rezept gefällt mir sehr gut. Könnte man den fertigen Shan-Tofu dann in dickere Streifen schneiden, panieren und braten? Oder würden die Bratlinge zerfallen?!?
    LG. Kathrin

    • Nicole sagt:

      Hallo Kathrin,
      schön, dass dir mein Rezept so gut gefällt! 🙂
      Du kannst den fertigen Shan-Tofu auch in dickere Streifen schneiden und braten. Es müsste auch möglich sein ihn vorher zu panieren, dass habe ich aber noch nicht ausprobiert.
      Liebe Grüße
      Nicole

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