Glutamat – Genuss oder Gefahr?

Glutamat - kontrovers disktuierter Nahrungszusatz

Wenn Atze Schröder wieder einmal fröhlich davon berichtet, dass er mit seiner Sahneschnitte in einem Glutamattempel war, können die meisten Zuschauer darüber herzlich lachen. Ansonsten jedoch sorgt das Glutamat bei Kritikern für fast schon hysterische Reaktionen, denn die halten den am häufigsten von der Lebensmittelindustrie genutzten Zusatzstoff  für höchst ungesund. Dem gegenüber stehen diejenigen die darauf verweisen dass Glutamat sowohl in unserem Körper, als auch in jedem eiweißhaltigen Lebensmittel vorkommt und wir ohne Glutamat überhaupt nicht existieren könnten.

Da mich das Thema sehr interessiert habe ich eine Weile recherchiert und viele völlig kontroverse und fast durchweg einseitige Artikel und Studien gelesen, die mich einfach nicht weiter gebracht haben. Auf n-tv.de fand ich letztendlich ein Interview mit der Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder, welches ich als wohltuend sachlich empfinde. Die Ernährungsexpertin und Autorin schildert darin sowohl die nützlichen als auch die schädlichen Aspekte des Glutamat und fordert eine vorurteilsfreie Forschung, damit wir als Verbraucher in Zukunft einfach mehr darüber wissen. Natürlich kann so ein Interview das Thema nur anschneiden, aber wenigstens macht mal jemand klar, dass Glutamat sowohl positive als auch negative Seiten hat. Wer den Artikel auch lesen will, einfach auf diesen Link klicken.

4 Antworten

  1. Candra sagt:

    Ich weiss, dass ich unter Unverträglichkeit gegen Natriumglutamat leide, auch wenn es noch keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt.
    Bei mir treten die folgenden Symptome auf:
    Atembeschwerden
    Schwellung im Hals
    Übelkeit
    Schwindel
    Taubheit im Mundbereich
    wenn ich Produkte mit MSG (E620-625) esse.

    • Michael sagt:

      Hallo Candra,
      ich habe keinen Zweifel daran, dass es diese Unverträglichkeit gibt. Da es sie jedoch im asiatischen Raum so gut wie gar nicht gibt und sie statistisch im amerikanischen und europäischen Raum kaum ins Gewicht fällt wird es mit dem wissenschaftlichen Nachweis wohl auch noch dauern. Denjenigen, die wie Du davon betroffen sind, bleibt nur Lebensmittel zu meiden die Glutamat enthalten.
      Zumindest in Deutschland gibt es wenigstens eine Kennzeichnungspflicht, das macht es etwas leichter.

      vg Michael

  2. Peter sagt:

    Ich hoffe es ist ihnen bekannt, dass der Haupt-Geschmack von Hefeflocken und Soja-Soße, die hier so oft benutzt werden einfach nur Mononatriumglutamat sind, und zwar genau das Gleiche wie es als Weißes Streupulver zu kaufen gibt. Deshalb erübrigt sich jede Diskussion über das Thema. Wenn man etwas überdosiert ist alles Gift, auch Wasser und Sauerstoff und wenn ungebildete Menschen denken, das MNG gefährlich wäre aber trotzdem zu Produkten greifen (Auch die tyische Maggi-Würze) die im Grunde nichts anderes sind, dann sollten sie sich einfach mal weiterbilden. Ich habe meinen 1kg Sack Glutamat damals für 3 Euro gekauft und kann mir seither jegliche abssolut überteuerten Hefeflocken (die ja nichts anderes als getrocknete Hefepilze sind und nun absolut keine anderen „gesunden“ Stoffe in großen Mengen enthalten) einfach sparen. Bon Appetit.

    • Michael sagt:

      Hallo Peter,
      ich denke nicht, dass sich jede Diskussion über das Thema Glutamat erübrigt. Es existiert einfach zu viel Unwissen über Glutamat und da machen Hintergrundinformationen, wie sie in dem von mir zitierten Artikel zu finden sind, durchaus Sinn. Ein gebildeter Mensch weiß doch schließlich, dass er nichts weiß, nicht wahr?

      vg Michael

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