Rohkost, Gesundes aus der Natur

Rohkost

In der ursprünglichen Definition ist für die Rohkost entscheidend, dass die Nahrung unverarbeitet zu sich genommen und nicht erhitzt wurde. Sie kann vegan, vegetarisch und omnivor sein. Wenn wir heute über Rohkost reden, meinen wir damit meist eine rohvegane Ernährung die tierische Nahrungsbestandteile ausschließt. Der Vorteil einer solchen Ernährung liegt auf der Hand. Obst und Gemüse enthalten roh mehr Vitamine und Mineralstoffe, als im gegarten Zustand. Außerdem enthält ungekochte, pflanzliche Nahrung sehr viele Ballaststoffe. Nicht umsonst empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), bis zu 5 Mal am Tag frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Deshalb ist gerade die Gesundheit für viele Rohköstler das Hauptmotiv für ihre Ernährungsweise.

Hat Rohkost auch Nachteile?

Wie bei nahezu allen alternativen Ernährungsformen, warnen Spezialisten auch bei der Rohkost vor Mangelerscheinungen. Dies ist erst einmal richtig, denn wenn Lebensmittel gemieden werden, dann muss gleichwertiger Ersatz her, oder wie im Fall von Vitamin B12, ggf. entsprechende Präparate eingenommen werden um einem Mangel vorzubeugen. Dazu kommt, dass einige Vitamine (A+E) und Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen nicht so effektiv vom Körper aufgenommen, wenn wir sie als Rohkost verzehren. Um dies auszugleichen, müssen Rohköstler davon mehr zu sich nehmen als beispielsweise Omnivoren.  Eine rohköstliche Ernährung muss entsprechend ausgewogen und gut durchdacht sein und wer sich so ernähren möchte, sollte auf jeden Fall seine Werte regelmäßig überprüfen lassen.

Ein weiterer Nachteil ist der Rohkost ist, dass es viele Menschen gibt, die eine rein rohköstliche Ernährung einfach nicht vertragen und Magen- oder Darmprobleme bekommen. Wenn ihr es mit der veganen Rohkost versuchen möchtet,empfiehlt sich deshalb, die Sache langsam anzugehen und den Rohkostanteil der Nahrung langsam zu steigern. So könnt ihr sehen ob und wie gut ihr reine Rohkost vertragt.

Sanftes Erwärmen bringt noch mehr Vielfalt

Neben reiner, unbehandelter, Rohkost, nehmen viele Rohköstler auch Lebensmittel zu sich, die unter geringer Wärmezufuhr zubereitet oder hergestellt wurden. Für die Temperaturgrenze gibt es unterschiedliche Angaben, am Gängigsten scheinen 40, bzw. 42 Grad zu sein. Dies hängt wohl damit zusammen, dass bei 42 Grad die ersten Proteine denaturieren und Nährstoffe verloren gehen.  Diese schonende Art der Zubereitung erweitert den Speiseplan für Rohköstler ganz erheblich. Das gilt sowohl für Lebensmittel die für den Handel hergestellt wurden, als auch für den Hausgebrauch. Eine ganze Reihe spezialisierter Anbieter bieten inzwischen Lebensmittel in Rohkostqualität an. Dazu gehören z.B. Nüsse, Trockenobst, oder kaltgepresste Öle. Wichtig ist, hier genau hinzuschauen, denn längst nicht alles wo Rohkost drauf steht ist es auch.

Dörrgerät und Hochleistungsmixer

Um zu Hause solche Speisen optimal zuzubereiten, empfiehlt sich langfristig die Anschaffung eines  ein Dörrgeräts und eines Hochleistungsmixers. Auch Entsafter oder Saftpressen leisten gute Dienste. Wie ihr an unseren Rohkost Rezepten sehen können, lassen sich damit viele wunderbare Gerichte zubereiten. Wie ihr seht ist auch bei der Rohkost längst nicht alles so einfach. Auch hier gibt es unterschiedliche Strömungen, die diese Art der Ernährung auf ihre eigene Art und Weise interpretieren. Das Beste ist wohl auch hier, sich gut zu informieren, auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören und sich behutsam an die Sache heranzutasten.

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