Freeganismus – konsumkritisch und vegan

Freeganismus

Der Begriff Freeganismus entstand aus den englischen Begriffen „free“ und „vegan„. Bei den Freeganern steht jedoch ihre Kritik an der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft im Vordergrund. Indem sie ihre Nahrung nicht kaufen, sondern z.B. aus Müllcontainern von Supermärkten oder Restaurants holen, möchten sie ein klares politisches Zeichen setzen. Dabei ernähren sie sich manchmal auch nicht vegan, denn der Grundgedanke, Verschwendung zu vermeiden, steht über dem Prinzip der verganen Ernährung. Die Freeganer Bewegung entstand in den 90er Jahren als sich immer mehr Widerstand gegen das kapitalistische System und die Globalisierung formierte.

Freeganismus ist mehr als Containern

In Deutschland wird der Freeganismus oft auf das eigentliche „Containern“, also dem Entnehmen von Nahrungsmitteln aus Müllcontainern, reduziert. Dabei wird jedoch übersehen, dass Freeganer sich bewusst für diese Art von Konsumverzicht entscheiden. Sie handeln normalerweise nicht aus einer finanziellen Notsituation, sondern aus politischer Überzeugung. Indem sie ihren eigenen Konsum reduzieren und das verwerten, was andere wegwerfen, verweigern sie sich der Wegwerfgesellschaft und möchten aktiv auf Missstände hinweisen.

Während der Freeganismus in Deutschland weitgehend unbekannt ist und es nur wenige Freeganer gibt, ist die Bewegung in den USA bekannter und weiter verbreitet. Ihr politisches Anliegen ist dennoch wichtig. Laut WWF landen allein bei uns in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln in der Mülltonne. Das ist eine Verschwendung riesigen Ausmaßes, gegen die etwas getan werden sollte. Den Link zum Artikel über die Lebensmittelverschwendung findet ihr direkt hier unter dem Artikel.

WWF: So viele Lebensmittel werfen wir wirklich weg

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